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Über diesen Blog.

Hier schreiben Wissenschaftler*innen der Universität Oldenburg und Gastautor*innen darüber, wie sich Gesellschaften selbst wahrnehmen und thematisieren, sich ihrer jeweiligen Gegenwart vergewissern und dabei in die Zukunft entwerfen.

Wie stehen diese Selbstwahrnehmungen und -entwürfe mit Institutionen, Medien und Techniken zur Gestaltung von Natur, Gesellschaft und Subjektivität in Verbindung? Wie modellieren sie den lebensweltlichen Alltag und halten Menschen zu einem bestimmten Verhalten an? Wie werden diese Interventionen in das Gegebene begründet und legitimiert, aber auch kritisiert, verworfen oder unterlaufen?

Diesen Fragen, deren interdisziplinäre Reflexion eines der zentralen Anliegen des Wissenschaftlichen Zentrums „Genealogie der Gegenwart“ ist, gehen die Blogger aus unterschiedlichen Fachperspektiven und Tätigkeitszusammenhängen mit Blick auf kontrovers verhandelte Themen wie Migration, Ungleichheit, Digitalisierung, Kriminalität, Gesundheit und Ökologie nach.

03.06.2019
Projekt: Zukunft Gestalten

Migrationsgesellschaft 2040

von AG Migration

Unter dem Stichwort „Migrationsgesellschaft 2040“ sollten im Rahmen der Zukunftswerkstatt vom 06. – 08. September 2018 bereits zirkulierende Visionen aufgesammelt und zusammengetragen, möglicherweise gar neue Visionen entwickelt werden: wie wird, wie muss, wie kann und wie soll die „Migrationsgesellschaft 2040“ aussehen? Oder ist gar der Begriff „Migrationsgesellschaft“ 2040 obsolet geworden? Um diesen Visionen nachzugehen, wurden unterschiedliche, teils einander widersprechende Stimmen in einer Video-Collage miteinander verknüpft, die unseren Gästen aus verschiedenen Bereichen (Kunst, Wissenschaft, Politik, Bildung) als ein „Impuls“ zur kreativen Auseinandersetzung mit der/den  Vision/en „Migrationsgesellschaft 2040“ diente.

Auffällig war bereits im Prozess der Herstellung dieser Video-Collage, dass es trotz allen Bemühens um das Auf- und Erfinden erstrebenswerter, ja: lebbarer Zukunftsentwürfe vor allem dystopische Bedrohungsszenarien sind, die sich unweigerlich in den Vordergrund drängen und daher in kritischer Absicht zur Sprache kommen bzw. – bedrückender noch – ins Bild gesetzt und aufgeführt werden: Erscheint den einen ein künftiges „Mehr“ an Zuwanderung an und für sich als bedrohlich, fürchten die anderen ein arbeitsmarktökonomisches „Zu-wenig“ an (Fachkräfte-) Zuwanderung. Zwischen diesen beiden Polen spannt sich gewissermaßen ein drittes Bedrohungsszenario auf, in welchem die hiervon Betroffenen drohen, zerrissen zu werden: als „Migrant_innen“ gegen „Flüchtlinge“, als „Nützliche“ gegen „Überflüssige“ ausgespielt, haben sie weder dort, wo sie herkommen noch dort, wo sie hin gehen Aussicht darauf, „bewohnbare Zonen“ (Judith Butler) vorzufinden.

Die „Migrationsgesellschaft 2040“ also tatsächlich ein „Nicht-Ort“? Oder müssen wir nur weiterziehen, genauer hinhören, genauer hinsehen, die Schritte sorgfältiger setzen, um Minima Utopia aufzuspüren?

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