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Über diesen Blog.

Hier schreiben Wissenschaftler*innen der Universität Oldenburg und Gastautor*innen darüber, wie sich Gesellschaften selbst wahrnehmen und thematisieren, sich ihrer jeweiligen Gegenwart vergewissern und dabei in die Zukunft entwerfen.

Wie stehen diese Selbstwahrnehmungen und -entwürfe mit Institutionen, Medien und Techniken zur Gestaltung von Natur, Gesellschaft und Subjektivität in Verbindung? Wie modellieren sie den lebensweltlichen Alltag und halten Menschen zu einem bestimmten Verhalten an? Wie werden diese Interventionen in das Gegebene begründet und legitimiert, aber auch kritisiert, verworfen oder unterlaufen?

Diesen Fragen, deren interdisziplinäre Reflexion eines der zentralen Anliegen des Wissenschaftlichen Zentrums „Genealogie der Gegenwart“ ist, gehen die Blogger aus unterschiedlichen Fachperspektiven und Tätigkeitszusammenhängen mit Blick auf kontrovers verhandelte Themen wie Migration, Ungleichheit, Digitalisierung, Kriminalität, Gesundheit und Ökologie nach.

11.10.2018
Projekt: Zukunft Gestalten

Bericht: Zukunftswerkstätten

von Team

Zukunftswerkstätten: Nachhaltigkeit, Migration, Digitalisierung
Öffentliche Veranstaltung im Rahmen der Oldenburg School für Geistes- und Sozialwissenschaften

Oldenburg. Als Teil der „Oldenburg School for the Social Sciences and the Humanities“ fanden am 6. und 7. September 2018 die „Zukunftswerkstätten“ im Schlauen Haus (Schlossplatz 16) statt – drei Workshops jeweils zu den Themen Nachhaltigkeit, Migration und Digitalisierung.
Im Rahmen des vom Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur geförderten Projekts „Zukunft gestalten“ luden die Projektleiter Prof. Thomas Alkemeyer, Prof. Martin Butler und Prof. Paul Mecheril sowie weitere Mitglieder des Wissenschaftlichen Zentrums Genealogie der Gegenwart (WiZeGG) und des Center for Migration, Education and Cultural Studies (CMC) zu Vorträgen, Diskussionen und Performances ein. Gemeinsam mit dem Publikum wurde darüber nachgedacht, wie sich unser zukünftiges Zusammenleben mit Blick auf Nachhaltigkeit, unter Bedingungen von Migration und im Zuge von Digitalisierungsprozessen verändern wird bzw. gestalten lässt, wobei ein besonderes Augenmerk auf der Vermittlung zwischen Wissenschaft und Praxis lag. In der Zukunftswerkstatt „Nachhaltigkeit“ debattierten am Donnerstagnachmittag die Gäste Julius Rauber (ConPolicy GmbH, Institut für Verbraucherpolitik), Annaliesa Hilger (Bergische Universität Wuppertal), Jascha Rohr (Institut für Partizipatives Gestalten) und der hiesige Philosoph Reinhard Schulz (CvO Universität Oldenburg) über Themen wie Nudging, Reallabore und Bürgerbeteiligung etwa in der Gestaltung urbaner Lebensräume. Am Freitagvormittag folgten eindrückliche Darbietungen der Performance-Künstlerin und Wissenschaftlerin Monica van der Haagen-Wulff (Universität zu Köln), der Dramaturgin Gesine Geppert (Oldenburgisches Staatstheater) und des Kabarettisten Fatih Çevikkollu zum Thema „Migration“ sowie ein diese Performances rahmender Vortrag der Erziehungs-wissenschaftlerin Yasemin Karakaşoğlu (Leiterin des Arbeitsbereiches Interkulturelle Bildung im Fachbereich Erziehung und Bildung, Universität Bremen) über Möglichkeiten einer kosmopolitischen Zukunft. Am Freitagnachmittag fand abschließend die Zukunftswerkstatt „Digitalisierung“ statt. Impulsreferate hielten die Medienwissenschaftlerin und Netzaktivistin Nele Heise, der Self-Tracker und Informatiker Jochen Meyer (Bereichsleitung Gesundheit am OFFIS, Universität Oldenburg) sowie Ira Diethelm (Professorin für Didaktik der Informatik, Universität Oldenburg) und Andreas Fickenscher (Geschäftsleiter Fickenschers Backhaus). Sie beschäftigten sich mit der Frage, inwieweit die Digitalisierung ihre berufliche Alltagswelt durchdringt. So entwickelten sich erneut spannende Dialoge zwischen den Gästen und dem Oldenburger Publikum, in denen die drei Hauptthemen der Zukunftswerkstätten zudem aufeinander bezogen wurden.
Die „Oldenburg School for the Social Sciences and the Humanities“ führte 2018 bereits zum dritten Mal eine Reihe von Veranstaltungen zusammen, die der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in den Geistes- und Sozialwissenschaften an der Universität Oldenburg dienen. Neben der innerwissenschaftlichen Kommunikation stand in diesem Fall das Gespräch zwischen Wissenschaft, Kunst, Politik, und interessierter Öffentlichkeit im Vordergrund.

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