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Über diesen Blog.

Hier schreiben Wissenschaftler*innen der Universität Oldenburg und Gastautor*innen darüber, wie sich Gesellschaften selbst wahrnehmen und thematisieren, sich ihrer jeweiligen Gegenwart vergewissern und dabei in die Zukunft entwerfen.

Wie stehen diese Selbstwahrnehmungen und -entwürfe mit Institutionen, Medien und Techniken zur Gestaltung von Natur, Gesellschaft und Subjektivität in Verbindung? Wie modellieren sie den lebensweltlichen Alltag und halten Menschen zu einem bestimmten Verhalten an? Wie werden diese Interventionen in das Gegebene begründet und legitimiert, aber auch kritisiert, verworfen oder unterlaufen?

Diesen Fragen, deren interdisziplinäre Reflexion eines der zentralen Anliegen des Wissenschaftlichen Zentrums „Genealogie der Gegenwart“ ist, gehen die Blogger aus unterschiedlichen Fachperspektiven und Tätigkeitszusammenhängen mit Blick auf kontrovers verhandelte Themen wie Migration, Ungleichheit, Digitalisierung, Kriminalität, Gesundheit und Ökologie nach.

03.11.2014
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Vortrag von Dr. Teresa Koloma Beck: Paradoxien des Pazifismus

von Sabrina Gavars

Paradoxien des Pazifismus. Gewalt und Gewaltverbote in der Weltgesellschaft

Vortrag von Dr. Teresa Koloma Beck, 18.11.2014, 18-20 Uhr, BIS-Saal

Gewaltlosigkeit gilt als Distinktionsmerkmal moderner aufgeklärter Gesellschaften. Diese Idee formuliert sich in der politischen Philosophie des 17./18. Jahrhunderts und gewinnt ab dem späten 19. Jahrhundert auch in der Praxis der Politik an Bedeutung. Inzwischen ist das Prinzip der Gewaltlosigkeit zu einer universale Gültigkeit beanspruchenden Norm geworden. Offensichtlich jedoch hat die Institutionalisierung dieser Norm die Anwendung physischer Zwangsmittel in Konflikten nicht zum Verschwinden gebracht. Allerdings hat sie die Bedingungen der Entstehung und Reproduktion von Gewaltkonflikten verändert. Denn die universalistische Norm der Gewaltlosigkeit macht die Gewalt selbst zu Skandal und führt dazu, dass Konflikte, in denen Gewalt beobachtet wird, in besonderer Weise die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit erregen. Der Vortrag rekonstruiert diese Dynamiken in theoretischer und empirischer Perspektive und diskutiert deren bisweilen paradoxen Effekte.

Dr. Teresa Koloma Beck ist Leiterin der Nachwuchsgruppe “Urbane Gewalträume” am Centre Marc Bloch an der Humboldt Universität zu Berlin.

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