Workshop „Genealogie des Subjekts“

Kurzmitteilung

Workshop „Genealogie des Subjekts“

Subjektivität aus genealogischer Perspektive zu betrachten, bedeutet seine Entstehung aus sozialen, geistesgeschichtlichen und vor allem auch kulturellen Konstellationen heraus zu untersuchen. Diesem Verständnis folgend soll in dem Workshop nach dem Wechselverhältnis europäischer und japanischer Perspektiven auf Subjektivierungsverständnisse gefragt werden. Die philosophische Geschichte und der Begriff von Subjektivität werden vorgestellt und an empirischen Themen wie dem jeweiligen Kultur- und Körperverständnis ausgeführt. Auch die Veränderung des japanischen Selbstverständnis nach der Katastrophe von Fukushima wird hinterfragt.

Der Workshop findet vom 01. bis zum 03.12.2015 statt.

Es wird um ANMELDUNG unter wizegg@uni-oldenburg.de gebeten.

 Weiter Informationen entnehmen Sie bitte dem Programm.

„Transgenerationalität. Entwürfe und Gegenentwürfe zu einem Mechanismus der kulturellen Weitergabe“

Kurzmitteilung

„Transgenerationalität. Entwürfe und Gegenentwürfe zu einem Mechanismus der kulturellen Weitergabe“

Ein von Prof. Dr. Johann Kreuzer und Bianca Pick organisierter Workshop.

  • mit Dr. Ulrike Jureit (Hamburger Institut für Sozialforschung) und PD. Dr. Christian Schneider (Universität Kassel, Institut für Psychoanalyse)
  • am 25.11.2015, 9:30-13:00 Uhr in Raum A3 1-109 (DFG-GRK “Selbst-Bildungen”)
  • Anmeldung erforderlich bei Bianca Pick (Bianca.Pick@uni-oldenburg.de)

„Generationenforschung konnte in den letzten zehn Jahren vor allem durch den interdisziplinären Austausch in theoretischer wie konzeptioneller Hinsicht an Substanz gewinnen. Ungeachtet gravierender fachlicher Unterschiede ist der Generationenbegriff mittlerweile ein wissenschaftlicher Grundbegriff, auf den trotz einer gewissen Unschärfe immer wieder gern zurückgegriffen wird. Hinsichtlich der theoretischen Grundannahmen kommt der Vorstellung transgenerationeller Prozesse und ihrem Transfer in andere Fachdisziplinen und Forschungskontexte eine besondere Relevanz zu. Analytisch war und ist das nicht nur vorteilhaft. Die Komplexität eines transgenerationellen Konzeptes, das im »Drama des Ödipus« eine konflikthafte generationelle Verstrickung mit Wiederholungszwang identifiziert, verkümmert regelmäßig zu einer Prägungstheorie, die sich zudem aus ihrem therapeutischen Setting kaum zu lösen vermag. Zu fragen wäre, ob in der Differenz zwischen der Analyse von Eltern-Kind-Interaktionen und einer kulturgeschichtlich orientierten Generationentheorie ein gesellschaftstheoretischer Mehrwert liegt, der auch fachübergreifend von Interesse wäre. Hiervon könnten auch die doch weitgehend ausgereizten Ansätze zur kulturellen Gedächtnistheorie und zur intergenerationellen Tradierung von Geschichtsbewusstsein profitieren. Aufschlussreich scheint zudem die Frage, warum Transgenerationalität als kulturelles Transferkonzept vor allem im Kontext der Holocaustforschung seine enorme Attraktivität entfaltete.“

Textgrundlage (wird von Bianca Pick an alle Angemeldeten verschickt)
Schneider, Christian (2004): Der Holocaust als Generationsobjekt. Generationengeschichtliche Anmerkungen zu einer deutschen Identitätsproblematik. Mittelweg 36(13), 56-73.

Am Vorabend des Workshops trägt PD Dr. Christian Schneider im Rahmen der Ringvorlesung “Prozesse der Anerkennung” des DFG-GRK “Selbst-Bildungen” vor.

VORTRAG
„Die Lebenden und die Toten“
24.11.2015, 18:00 Uhr BIS-Saal

“Das Ideal aller Anerkennungsprozesse ist eine auf vollkommener Wechselseitigkeit der Partner beruhende kommunikative Symmetrie. Ich möchte zwei asymmetrische Kommunikationsprozesse in den Blick nehmen, die gleichwohl nicht vollständig ohne den Aspekt der Wechselseitigkeit auskommen. Zum einen den Dialog zwischen dem Erwachsenen und dem Kind; zum anderen möchte ich dem Problem nachgehen, ob ein Anerkennungsdiskurs sui generis über die Lebensgrenze hinaus denkbar sei.
Trauer ist in der Psychoanalyse als Akt der Anerkennung eines Verlusts konzipiert. Die Trauer um einen Verstorbenen besteht wesentlich darin, Stück für Stück die Besetzung von ihm als signifikantem Objekt abzuziehen und damit psychisch den Verlust zu ratifizieren. Freud hat diesen Prozess in ein enges Korsett von Arbeit („Trauerarbeit“) eingebunden, das die dialogische Seite dieses Prozesses weitgehend außer Acht läßt.
In meinem Beitrag versuche ich, die Möglichkeiten und Aporien zu diskutieren, die entstehen, wenn man den kommunikativen Gehalt des Trauerns als besondere Form eines dialogischen Anerkennungsprozesses versteht, der das Problem der Intersubjektivität vom Paradigma der leibhaft lebendigen Wechselseitigkeit ablöst.”

Ringvorlesungen und Workshops im Wintersemester 15/16

Kurzmitteilung

Ringvorlesungen und Workshops im Wintersemester 15/16

In diesem Wintersemester veranstaltet das WiZeGG gemeinsam mit dem DFG-Graduiertenkolleg “Selbst-Bildungen” eine Ringvorlesung, zu der jeweils abends von 18:00-20:00 Uhr in den BIS-Saal der CVO Universität eingeladen wird.

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Die Workshops sind im Wintersemester an die Ringvorlesung “Genealogie der Gegenwart”gekoppelt, das heißt alle GastreferentInnen halten an dem ersten Tag Ihres Aufenthalts einen öffentlichen Vortrag und vertiefen am zweiten Tag ihren Ansatz in Form eines Workshops. Während die Vorträge einer eher überblicksartigen Einführung in Forschungsgegenständ und -perspektiven dienen, stehet in den Workshops die konkrete Vorgehensweise im Zentrum. Hier werden an den jeweiligen Gegenständen methodische Fragen erörtert, eine gemeinsame Begriffsarbeit vorgenommen und sich mit Material (Bilder, Fotos, Dokumente, Videos) auseinandergesetzt.

Die Workshops richten sich primär an die Angehörigen und Mitglieder des Zentrums sowie an die TeilnehmerInnen des WiZeGG-Kolloquiums.

Das Programm der Ringvorlesung kann auch hier heruntergeladen werden: Programm Ringvorlesung